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Valartis verbucht hohes Minus

Die Finanzgruppe steigert 2020 zwar den Ertrag, wird aber vor allem durch Währungsschwankungen belastet.

(AWP) Die Valartis-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 den Ertrag zwar gesteigert. Wie schon im März angekündigt, ist die Finanzgesellschaft aber vor allem wegen des schwachen Rubels und des Dollars gegenüber dem Schweizer Franken tief in die roten Zahlen gefallen.

Der Reinverlust für das vergangene Jahr belief sich auf 10,7 Mio. Fr., wie Valartis am Dienstag mitteilte. Damit liegt der Fehlbetrag in der angekündigten Bandbreite von 10 bis 11 Mio. Fr. Im Jahr 2019 hatte die Gruppe noch einen Gewinn von 2,4 Mio. Fr. erzielt. Den Währungsverlust auf den in den in Rubel und Dollar gehaltenen Renditeliegenschaften und anderen Anlagen beziffert das Unternehmen auf 9,7 Mio. Fr.

Der Geschäftsertrag nahm in der Berichtsperiode auf 9,8 Mio. Fr. nach 8,2 Mio. Fr. im Vorjahr zu. Der Anstieg ist den Angaben zufolge auf die Ausweitung des operativen Geschäfts und damit auf die Erhöhung der Management Services sowie auf den erfolgreichen Abschluss mehrerer Transaktionen und Projekte zurückzuführen.

Der Erfolg aus Management Services belief sich auf 5,3 Mio. Fr. (VJ 4,1 Mio. Fr.). Aus der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie resultierte ein Erfolg von 3,6 Mio. Fr. (VJ 4,0 Mio. Fr.), aus assoziierten Gesellschaften einer von 0,7 (VJ -0,3 Mio. Fr.).

Der Geschäftsaufwand verminderte sich um 4% auf 10,1 Mio. Fr., was auf die Kombination zweier Faktoren zurückzuführen ist. Zum einen reduzierte sich der Sachaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 22% dank weiterer Kostensenkungsmassnahmen und der Reduktion der Beratungskosten. Zum anderen stieg der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 13%.

Die konsolidierten Eigenmittel betrugen per Ende Jahr 107,3 Mio. Fr. nach 124 Mio. Fr. per Ende 2019.

Einen Ausblick zum laufenden Jahr machte die Gesellschaft nicht.

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