Unternehmen / Konsum

Valora bietet Anlegern willkommene Exit-Chance

Analyse | Das Kaufangebot des mexikanischen Handels- und Getränkekonzerns Femsa versetzt Valora in eine neue Ausgangslage.

Die Zeit der Eigenständigkeit des Schweizer Traditionshauses Valora kann schon im Oktober vorbei sein. Der Verwaltungsrat des Convenience-Konzerns hat die Übernahmeofferte von Femsa aus Mexiko einstimmig gutgeheissen. Sascha Zahnd, erst seit drei Monaten Valora-Verwaltungsratspräsident, sieht das Angebot als «starkes Zeichen» für die Strategie Valoras, die nach der Integration mit der – nicht nur finanziellen – Unterstützung aus Mexiko fortgesetzt werde.

Daniel Rodriguez, CEO von Femsa, sieht zwei Richtungen, in die er mit Valora zusammen die Position in Europa ausbauen möchte. «Wir können organisch wachsen mit den bestehenden Unternehmen, wozu auch Arrondierungszukäufe zählen. Möglich ist aber auch die Expansion in neue Länder», sagt Rodriguez an der Medienkonferenz am Dienstag zu «Finanz und Wirtschaft».

Europa statt USA

Femsa ist in den vergangenen Jahren markant gewachsen und eine ganz andere Hausnummer als Valora. 2021 waren die Mexikaner in 13 Ländern mit 25’000 Verkaufspunkten präsent. Der Umsatz erreichte 27 Mrd. $, davon stammten gut 55% aus dem Detailhandel und davon wiederum der Löwenanteil aus dem kleinflächigen Detailhandel, inklusive Tankstellenshops. Der Konzern ist zudem der weltweit grösste Franchise-Abfüller für Coca-Cola-Produkte. Dieser Zweig trägt rund ein Drittel zum Geschäft, aber fast die Hälfte zum operativen Ergebnis bei.

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Leser-Kommentare

Fritz Leuzinger 05.07.2022 - 17:54

“willkommene Exit-Chance”: Das scheint mir eine ziemlich unqualifizierte Schlagzeile. Mir jedenfalls ist diese “Exit-Chance” in keiner Art und Weise willkommen.

Markus Rombach 06.07.2022 - 10:07

Und die Begründung dieser doch sehr klaren Aussage?

Fritz Leuzinger 06.07.2022 - 11:53
Vielen Dank für das Kompliment “klare Aussage”. Die Begründung: In Vor-Corona-Zeiten sah man Kurse von über 300 Fr. Wenn die Führungs-Crew von Valora so qualifiziert ist, wie sie das selbst glauben (und ich teile diesen Glauben), dann müsste es ihr gelingen, in absehbarer Zeit wieder in diese Gegenden vorzustossen. Dass die Aktionäre dabei aussen vor bleiben, stört mich enorm. Ich… Weiterlesen »