Unternehmen / Konsum

Valora muss Ziele verschieben

Analyse | Der Kiosk- und Brezelkonzern wird im ersten Halbjahr jäh gebremst und wird seine Margenziele später erreichen. Anleger sollten abwarten.

Valora ist ein bekanntes Gesicht der Krise: Die vielen geschlossenen Avec-Shops und Caffè Spettacolo haben das öffentliche Bild der Schweiz in den letzten Monaten geprägt. «Wir erlebten im ersten Halbjahr 2020 eine noch nie dagewesene Krise», sagte CEO Michael Mueller an einer Telefonkonferenz am Mittwoch.

Besonders hart getroffen wurde die profitablere Division Food Service mit Brezelkönig, Caffè Spettacolo, Ditsch oder Backwerk, wo der Umsatz 35% zurückging. Dieser Bereich litt stärker unter den geringeren Kundenfrequenzen an Bahnhöfen und in den Innenstädten.

Im Retailgeschäft (u.a. Kiosk, Press & Books, Avec) war das Minus mit 16% weniger gross, nicht zuletzt weil während der Krise die Nachfrage nach Tabak- und Presseprodukten zunahm. Noch immer laufen bei weitem nicht alle Verkaufsstellen auf Normalbetrieb. Im Juni waren 64% der Retail-Verkaufsstellen normal geöffnet. Im Bereich Food Service waren es gar erst 3%, wie Valora bekannt gab. Die permanente Schliessung von Läden wird ins Auge gefasst. «Portfolioanpassungen werden evaluiert», sagte CEO Mueller. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?