Unternehmen / Konsum

Valora streicht Dividende und führt Kurzarbeit ein

Der Kioskkonzern reagiert auf die Umsatzausfälle wegen der Einschränkungen durch das Coronavirus.

(AWP) Als Folge der behördlichen Anordnungen kam es zu Frequenzverlusten und Schliessungen von Verkaufsstellen. Die Umsatzeinbussen seien «deutlich», teilte Valora (VALN 163.4 -0.24%) am Donnerstag mit.

Deshalb seien Massnahmen zur Reduktion der Kostenbasis eingeleitet und Investitionsprojekte zurückgesellt worden. So führt das Unternehmen Kurzarbeit ein und übernimmt die Lohndifferenzen für die betroffenen Mitarbeiter vorerst bis Ende April. Ausserdem soll die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 gestrichen werden.

Die Dynamik der Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus sei «gewaltig» und beeinflusse den Geschäftsgang «deutlich», heisst es. Im Rahmen der Grundversorgung könnten aber immerhin über 80% der Verkaufsstellen offen gehalten werden, wobei dies nicht für Österreich und die Niederlande gelte.

Das Unternehmen rechnet aufgrund von weiteren behördlichen Restriktionen sowie Krankheitsfällen mit weiteren Schliessungen und Kürzungen der Öffnungszeiten. Bisher habe das Retailnetzwerk im März im Vorjahresvergleich ein Umatzminus von rund 10% verzeichnet, im Food-Service-Netzwerk sind es gar etwa 30% weniger.

Keine wesentlichen Einschränkungen hat bisher das B2B-Geschäft mit Laugenbackwaren erfahren.

Ingesamt rechnet Valora trotz des guten Starts ins Jahr bis Ende Februar sowohl für das Halbjahr wie auch für das gesamte Jahr 2020 mit einem deutlich negativen Effekt auf den Ebit und den Gewinn.

Leser-Kommentare

Aloys K. Osterwalder 26.03.2020 - 10:11

Valora sollte auch die VR- und GL-Honorare überprüfen und dem Geschäftsgang
entsprechend anpassen. Sich allein an den ohnehin gebeutelten Aktionären
(Pensionskassen, Rentner ohne Pension, usw.) schadlos zu halten, ist diskriminierend und für unser Wirtschaftssystem schädlich.

Roberto Binswanger 26.03.2020 - 16:39

Völlig einverstanden.

Dieter Thummel 26.03.2020 - 17:09

Absolut einverstanden, ebenso sollten die Boni der Geschäftsleitung gestrichen werden.

Ernst Kellenberger 31.03.2020 - 09:51

Dass etwas geschehen musste ist klar aber es hätte wohl gereicht, wenn man die Dividende um 50% gekürzt hätte und dies gleichzeitig auch bei den Bezüge der oberen Kader und des VR. Im nächsten Jahr wird es dann heissen die Dividende fällt aus, weil das Jahr 2020 nicht gut war…