Unternehmen / Finanz

Value-Party mit schlechter Stimmung

Die wichtigsten Grossbanken Europas leiden 2022 gleich mehrfach. Das bietet Chancen.

Auf den ersten Blick sehen Europas Grossbanken aus wie das perfekte Schnäppchen. Selbst UBS, mit einer Bewertung zum 0,9-Fachen des Buchwerts das teuerste der Institute, ist tiefer bewertet als das Eigenkapital des Unternehmens (vgl. Grafik).

UBS gehört denn auch zur Minderheit unter den hier betrachteten Finanzinstituten, die seit Jahresbeginn weniger an Wert verloren haben als die Benchmark. Der Stoxx Europe 600 Banks, der grosse europäische und britische Banken umfasst, hat in diesem Zeitraum über 12% eingebüsst. Der breite Schweizer Index SPI hat – trotz eingerechneten Dividenden – mehr als 16% nachgegeben.

Verschiedene Probleme

Das laufende Jahr brachte für Banken eine unheilvolle Mischung von Problemen mit sich: Börsengangflaute weltweit, Krieg in Osteuropa und Lockdowns in China. Besonders hart getroffen wurden Unternehmen, die schon davor mit Herausforderungen zu kämpfen hatten. In diese Kategorie gehören etwa Credit Suisse oder Deutsche Bank. Beide stecken seit Jahren im Turnaround und waren schon vor dem Jahreswechsel vergleichsweise tief bewertet.

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