Eingeloggt Nicht eingeloggt Suche E-Mail Leseliste Aktiv auf Leseliste Drucken Uhr E-Mail Term-Tag Arrow Left Arrow Right Arrow Down Arrow Up Charts Lock Abo Circle Circle Open Six Exchange Six Exchange Facebook Twitter Linkedin Xing Googleplus Whatsapp
Märkte / Devisen

Venezuela will Kryptowährung herausgeben

Gegen die Blockade der USA setzt das hoch verschuldete Land auf den Petro. Währenddessen erklimmt eine andere virtuelle Valuta ungekannte Höhen.

(Reuters) Das hochverschuldete Venezuela hat die Einführung einer Kryptowährung angekündigt. Die neue Währung «Petro» sei eine Antwort auf die finanzielle Blockade seines Landes im Zuge der US-Sanktionen, sagte der sozialistische Präsident Nicolas Maduro am Sonntag. Die Währung werde gestützt werden durch die natürlichen Ressourcen des ölreichen Landes. Details dazu, wie der «Petro» in Umlauf gebracht werden soll, ließ Maduro offen.

Die USA hatten im August ihre Sanktionen gegen Venezuela verschärft und erklärt, damit solle die «Tyrannei» Maduros gestoppt werden. Dieser hatte dann im November angesichts der katastrophalen Wirtschaftslage angekündigt, venezolanische Schulden nicht wie vereinbart zurückzuzahlen. Vielmehr solle zunächst die Lage der Bevölkerung in dem einst wohlhabenden und ölreichen Land verbessert werden. Es fehlt vielerorts an Nahrungsmitteln und Medikamenten.

Hinzu kommt eine extrem hohe Inflation, die nach Angaben der Opposition Ende des Jahres bei 1400% liegen könnte. Seit der Parlamentswahl 2015 steckt das Land in einer politischen Krise. Zwischen Regierung und Opposition tobt ein erbitterter Machtkampf. Bei Unruhen kamen Dutzende Menschen ums Leben.

Bitcoin nähert sich 12’000 $-Marke

Der Höhenflug der ersten und bekanntesten Kryptowährung, Bitcoin, geht derweil weiter: Die Devise stieg am Montag um knapp 10% auf 11’800$. Grund hierfür sei die nahende Einführung eines Terminkontrakts auf die virtuelle Währung, sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX.

«Die Zulassung weiterer Anlageinstrumente wie ein indexbasierter Fonds (ETF) um den Mainstream zu bedienen, scheinen nur eine Frage der Zeit», sagt Emden. «Das US-amerikanische Vorbild könnte als Paradebeispiel für viele weitere Börsenbetreiber fungieren und Bitcoin zu einer anerkannten Assetklasse reifen lassen.»