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Veraison beteiligt sich an Zur Rose

Der aktivistische Investor ist gemäss einem Bericht bei der Versandapotheke eingestiegen.

(AWP) Der aktivistische Investor Veraison Capital ist bei der Versandapotheke Zur Rose (ROSE 98.2 -1.5%) eingestiegen. Gregor Greber, Mitgründer von Veraison, bestätigte am Freitag gegenüber AWP einen entsprechenden Bericht der neuen Finanzmarktplattform «The Market».

Die Höhe des Anteils oder die weiteren Pläne mit der Beteiligung wollte Greber aber nicht kommentieren. «Wir sprechen mit dem Verwaltungsrat und Management, nicht über sie.» Im Bericht von «The Market» hiess es, die Beteiligungsgesellschaft halte laut ihrem Geschäftsbericht von 2018 einen Anteil von 1,2% an Zur Rose.

Damit läge die Beteiligung unter der meldepflichtigen Schwelle von 3%. Das Aktienpaket habe zu aktuellen Kursen einen Wert von rund 9,5 Mio. Fr. und entspreche knapp 4% des Fondsvermögen von Veraison.

In Machtkämpfe verstrickt

Veraison ist als aktivistischer Investor bekannt. Ein aktuelles Beispiel ist etwa der Machtkampf beim Röntgenspezialisten Comet (COTN 87.95 -2.01%). Dort hat Veraison für die Nachfolge von Hans Hess an der Spitze des Verwaltungsrates einen Gegenkandidaten zum vom Verwaltungsrat vorgeschlagenen Mann aufgestellt. Veraison ist unter anderem auch an den Firmen Ascom (ASCN 13.18 -1.79%), Calida (CALN 31.2 0.97%), Zehnder (ZEH 33 -1.64%), Rieter (RIEN 139.2 -0.57%) und Orell Füssli (OFN 92 0%) beteiligt.

Die Gelegenheit zum Einstieg bei Zur Rose nutzte Veraison dem Bericht zufolge im Dezember bei der Kapitalerhöhung von Zur Rose. Die Grossaktionärin KWE Beteiligungen zog damals trotz vorheriger Zusage nicht mit. Die Hausbank der KWE hatte vergessen, den Zeichnungsauftrag auszuführen, hiess es zur Begründung. Im März zogen sich die beiden Vertreter von KWE aus dem Verwaltungsrat von Zur Rose zurück. Das wurde mit «unterschiedliche Auffassungen über die Art und Geschwindigkeit der Umsetzung der Wachstumsstrategie» begründet.

Seit dieser Ankündigung kursierten an der Börse Gerüchte, KWE könnte ihre gesamte verbleibende Beteiligung von rund 10,5% abstossen. Dabei dürfte KWE versuchen, für das Gesamtpaket einen einzelnen Abnehmer zu finden, schrieb «The Market» mit Verweis auf eine mit den Überlegungen vertraute Person.

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