Märkte / Makro

Verbraucherstimmung in Eurozone trübt sich überraschend ein

Die anhaltende hohe Inflation wirkt sich negativ auf das Konsumklima im Euroraum aus.

(Reuters) Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hat sich im Juni angesichts einer rekordhohen Inflation eingetrübt. Das Barometer für das Konsumklima fiel überraschend um 2,4 Punkte auf minus 23,6 Zähler, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der EU-Kommission hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen leichten Anstieg auf minus 20,5 Punkte erwartet. Damit verharrt das Niveau des Barometers weiter unter seinem langfristigen Durchschnitt, der bei minus 11,0 liegt.

Grund für die schlechtere Stimmung dürfte der starke Anstieg der Verbraucherpreise sein. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Mai in der Euro-Zone um durchschnittlich 8,1% zum Vorjahresmonat und damit so stark wie noch nie. Damit liegt die Teuerungsrate inzwischen mehr als vier mal so hoch wie das Ziel der EZB von 2,0%, das sie als optimal für die Wirtschaft erachtet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) plant deshalb im Juli die erste Zinserhöhung seit 2011. Im September soll dann nachgelegt werden.

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