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Es dauerte ein Menschenleben, bis das Telefon die Welt erobert hatte: Von der Lancierung des Fernsprechers bis zur Nutzung durch 100 Mio. Menschen vergingen 75 Jahre; erst 1953 war es so weit. Seither setzen sich disruptive (d. h. die Spielregeln verändernde, alles auf den Kopf stellende) Technologien im Kommunikationsbereich immer schneller durch. 1979 kamen die ersten – klotzigen, kiloschweren –  Mobiltelefongeräte auf den Markt. Schon nach sechzehn Jahren wurde die Verbreitung erreicht, die in dieser Erhebung als Vergleichsbasis dient; freilich wird das Bild dadurch zugunsten der Innovationen verzerrt, dass die Weltbevölkerung eben auch exponentiell wächst. Tatsache ist dennoch, dass sich Technologiebrüche im digitalen Bereich immer rascher folgen. Die IT-affinen jungen Leute halten mit; reifere Semester, emotional noch der Wählscheibe verbunden, mögen sich fragen, ob Candy Crush Saga ein Müesli-Mix sei (offenbar ist es ein Puzzle-Videospiel). Digitale Disruptionen haben bereits ganze Geschäftsfelder umgepflügt, etwa Musik, Reisen, Handel, Medien. Sie verändern zunehmend Sektoren wie Bankwesen, Energie, Gesundheit und industrielle Fertigung. Uber revolutioniert das Taxigeschäft, Airbnb die Hotellerie. Keine Branche ist sicher vor solchen externen Angreifern, jede erhält durch sie jedoch auch enorme Chancen. Die digitale Transformation ist in vollem Gang.