Es dauerte ein Menschenleben, bis das Telefon die Welt erobert hatte: Von der Lancierung des Fernsprechers bis zur Nutzung durch 100 Mio. Menschen vergingen 75 Jahre; erst 1953 war es so weit. Seither setzen sich disruptive (d. h. die Spielregeln verändernde, alles auf den Kopf stellende) Technologien im Kommunikationsbereich immer schneller durch. 1979 kamen die ersten – klotzigen, kiloschweren –  Mobiltelefongeräte auf den Markt. Schon nach sechzehn Jahren wurde die Verbreitung erreicht, die in dieser Erhebung als Vergleichsbasis dient; freilich wird das Bild dadurch zugunsten der Innovationen verzerrt, dass die Weltbevölkerung eben auch exponentiell wächst. Tatsache ist dennoch, dass sich Technologiebrüche im digitalen Bereich immer rascher folgen. Die IT-affinen jungen Leute halten mit; reifere Semester, emotional noch der Wählscheibe verbunden, mögen sich fragen, ob Candy Crush Saga ein Müesli-Mix sei (offenbar ist es ein Puzzle-Videospiel). Digitale Disruptionen haben bereits ganze Geschäftsfelder umgepflügt, etwa Musik, Reisen, Handel, Medien. Sie verändern zunehmend Sektoren wie Bankwesen, Energie, Gesundheit und industrielle Fertigung. Uber (UBER 34.4 -5.73%) revolutioniert das Taxigeschäft, Airbnb die Hotellerie. Keine Branche ist sicher vor solchen externen Angreifern, jede erhält durch sie jedoch auch enorme Chancen. Die digitale Transformation ist in vollem Gang.