Unternehmen / Energie

Vergütungen: Kanton Bern stimmt mit dem BKW-Verwaltungsrat

Die Berner Regierung beobachtet die Entwicklung der Topsaläre zwar «mit Sorge», dürfte dem Bericht zu den Vergütungen dennoch zustimmen.

(AWP) An der Generalversammlung der BKW (BKW 73.2 -0.41%) vom kommenden Freitag in Bern dürfte der Bericht zu den Vergütungen für Verwaltungsrat und Konzernleitung zustimmend zur Kenntnis genommen werden. Denn der Mehrheitsaktionär Kanton Bern wird den Anträgen des Verwaltungsrats zustimmen.

Die Berner Kantonsregierung teilte am Mittwochabend mit, sie habe die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) beauftragt, an der Versammlung im Sinne der Anträge des Verwaltungsrats zu stimmen. Der Verwaltungsrat wird den Aktionären beantragen, den Vergütungsbericht 2018 zustimmend zur Kenntnis zu nehmen.

Zur Begründung ihres Auftrags an die BVE schreibt die Berner Regierung, der BKW-Verwaltungsrat wolle das Vergütungsmodell des Unternehmens überprüfen und anpassen. Das habe er dem Regierungsrat schriftlich bestätigt. «Der Regierungsrat dankt dem Verwaltungsrat für die Bereitschaft, diese Thematik anzugehen», heisst es weiter.

Mehr als 2 Mio. Fr. für Thoma

Der BKW-Vergütungsbericht hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil daraus hervorgeht, dass BKW-Chefin Suzanne Thoma im Geschäftsjahr 2018 2,03 Mio. Fr. erhalten hat – rund 700’000 Franken mehr als im Vorjahr. Auch die Konzernleitung als Ganzes erhielt mehr Geld, so wie auch der Verwaltungsrat.

Die Berner Regierung gab am Dienstag dieser Woche bekannt, sie beobachte diese Entwicklung der Topsaläre «mit Sorge». Für das Berner Energie- und Infrastrukturunternehmen sei diese Entwicklung ein Reputationsrisiko. Der BKW-Verwaltungsrat solle das Vergütungsmodell überprüfen.

Schon am Dienstag gab die BKW daraufhin bekannt, das Entschädigungsmodell werde überprüft.

Die komplette Historie zu BKW finden Sie hier. »

Leser-Kommentare

Ernst Kellenberger 23.05.2019 - 07:35

Der Gewinn sinkt…. die Dividenden bleiben gleich….. die Bezüge von Geschäftsleitung und Verwaltungsräte steigen markant. Der Regierungsrat des Kantons genehmigt das…. Wo bleibt hier die Vernunft….?