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Schweizer Aktienmarkt schliesst mit Verlusten

Am Nachmittag trübt sich die Stimmung an der Schweizer Börse ein. Wallstreet ist in Rekordlaune und der Ölpreis steigt erstmals seit Dezember 2017 auf über 70 $.

(THA/Reuters) Die Schweizer Börse rutscht am Nachmittag in die Verlustzone. Der SMI (SMI 8833.18 0.01%) fällt unter 9’500 und notiert bis zu 0,5% schwächer. Der Leitindex verliert schliesslich 0,2%.

Kurz vor dem Stimmungswechsel hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Sitzungsprotokoll veröffentlicht. Demnach gewinnt innerhalb der EZB die Diskussion über die Zinswende an Fahrt.

An Wallstreet setzt sich derweil die Rekordjagd fort. Der S&P 500 (SP500 2693.13 -0.57%) legt bis Handelsschluss in der Schweiz 0,3% zu. Der Dow Jones (Dow Jones 24664.89 -0.34%) Industrial klettert im Handelsverlauf auf ein neues Allzeithöchst von 25’468 (+0,4%). Der Nasdaq Composite legt ebenfalls 0,4% zu und notiert erstmals über 7’181.

Für Freitag werden die Quartalsergebnisse der Banken J.P. Morgan Chase und Wells Fargo sowie des Vermögensverwalters BlackRock (BLK 525.06 0.35%) erwartet.

Anleger applaudieren Richemont

An die Spitze des SMI setzen sich die Finanzwerte Credit Suisse (CSGN 16.115 0.66%), UBS (UBSG 17.12 1.09%) und Zurich Insurance (ZURN 312.8 -0.48%).

Auch die Aktien des Luxusgüterherstellers Richemont (CFR 93.46 -1%) sind gefragt. Der Konzern hat heute seine Umsatzzahlen für das Weihnachtsquartal vorgelegt. Die Valoren von Konkurrent Swatch Group (UHR 460.4 -0.32%) pendeln zwischen Gewinnen und Verlusten.

Im Bieterkampf um das Süsswarengeschäft von Nestlé (NESN 75.4 0.21%) kann sich gemäss Medienberichten Ferrero gute Chancen ausrechnen. Eine Herabstufung der Titel von «Kaufen» auf «Neutral» durch die UBS belastet den Kurs.

Im breiten Markt sind Partners Group (PGHN 719.5 0.14%) gefragt. Das Finanzinstitut verzeichnet bei den verwalteten Vermögen eine Rekordsumme.

Die SIX hat gegen Clariant (CLN 24.63 0.16%) eine Untersuchung eröffnet und untersucht eine mögliche Verletzung der Vorschriften zur Ad-hoc-Publizität. Die Valoren geben nach.

Die Aktien von KTM legen mehr als 5% zu. Europas grösster Motorradhersteller verkaufte im vergangenen Jahr die Rekordzahl von 239’000 Motorrädern.

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer in SMI, SPI (SXGE 10433.74 0.03%) und SMIM (SMIM 2561.076 0%) finden Sie hier.

Zurückhaltung an Europas Börsen

In Frankfurt verzeichnet der Dax (DAX 12567.42 -0.19%) klare Kursabgaben. Der Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3486.6 -0.12%) notiert ebenfalls schwächer.

2017 ist das Bruttoinlandprodukt in Deutschland mit 2,2% so stark gewachsen wie zuletzt 2011. Die Wirtschaft befindet sich das achte Jahr in Folge auf Wachstumskurs, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Berlin mitgeteilt hat.

Der Preis für die Nordseesorte Brent (Brent 73.747 0.95%) steigt erstmals seit Dezember 2014 auf 70 $. WTI (WTI 68.31 0.25%) verteuert sich auf über 64 $. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Dreijahreshoch. Nach einem Preisanstieg von 13% seit Anfang Dezember halten einige Analysten eine Konsolidierung aber für überfällig.

Bereits am Mittwoch ist der Ölpreis zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Ende 2014 gestiegen.

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