Die Schweiz gilt als sehr reiches Land. Die – zutreffende – Einschätzung bezieht sich meist auf die Einkommen. Weniger Beachtung findet die Vermögenssituation. Es gibt Zahlen zum Vermögen der privaten Haushalte. Gemäss der Finanzierungsrechnung der Schweiz belief es sich Ende 2013 (ohne Immobilienbesitz und Vorsorgeansprüche) auf rund 1274 Mrd. Fr. Wenig bekannt war bis anhin der Umfang der öffentlichen Vermögen. Diese Lücke schliesst, zumindest teilweise, die Studie «Das öffentliche Vermögen der Schweiz» des Beratungsunternehmens C-alm. Sie erfasst die öffentlichen Finanzvermögen, also alle Aktiven, die zur Renditeerwirtschaftung angelegt werden. Anlagevermögen, die zur Erfüllung eines Leistungsauftrags dienen, werden nicht berücksichtigt. Als öffentlich gelten neben den eigentlichen Vermögen der öffentlichen Hand auch obligatorisch angesparte (Sozialversicherungen) sowie Vermögen von öffentlichem Interesse (Stiftungen etc.). Die Studie kommt auf eine Summe von 1785 Mrd. Fr. per Ende 2013. Davon lag gut die Hälfte in der beruflichen Vorsorge bzw. ein Viertel in der Bilanz der Nationalbank. Öffentliche und private Finanzvermögen summieren sich auf gut 3 Bio. Fr., was rund dem Fünffachen des Bruttoinlandprodukts 2013 entspricht. Pro Kopf der ständigen Wohnbevölkerung (Ende September 2015) ergibt sich ein Vermögen von fast 370 000 Fr.