Unternehmen / Gesundheit

Zur Rose kommt unter die Räder der Politik

Eine vage Ankündigung im möglichen Koalitionsvertrag in Deutschland lässt den Kurs des Medikamentenhändlers einbrechen.

Die Aktien des Medikamentenhändlers Zur Rose geben kräftig nach. Auslöser ist ein Satz aus dem Entwurf des Koalitionsvertrags in Deutschland, der seit Mittwochnachmittag kursiert und «Finanz und Wirtschaft» vorliegt. Darin heisst es: «Um die Apotheken vor Ort zu stärken, setzen wir uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein.» Bis Freitagnachmittag summierte sich der Kursverlust auf 23% – im Vergleich zum Schlussstand von Dienstag.

Zur Rose erwirtschaftet rund die Hälfte ihres Umsatzes über die Tochter DocMorris in Deutschland, der Markt gilt als der Wachstumsträger schlechthin. 2017 lag der Umsatz mit rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland bei 267 Mio. Fr. oder 27% des Gesamtumsatzes der Gesellschaft. Allerdings bleibt es unwahrscheinlich, dass eine Koalition aus CDU, CSU und SPD ein Verbot durchsetzen kann.

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