Unternehmen / Finanz

Versicherer begrenzen Cyberschaden-Policen

Gleichzeitig lockt zusätzliches Geschäftsvolumen. Die Prämiensumme für Deckung von cyberkriminellen Angriffen verdoppelt sich bis 2025 vermutlich auf 25 Mrd. $.

Der Krieg in der Ukraine muss befürchten lassen, dass Cyberangriffe auf der ganzen Welt zunehmen. Betroffen werden können auch Unternehmen und andere Organisationen weit weg vom Konfliktgebiet. Das könnte den Anbietern von Cyberversicherungen weit höhere Schadenzahlungen verursachen, als sie budgetiert und entsprechend kalkulierte Prämien von den Kunden kassiert haben, schreiben die Analysten von Moody’s in einer aktuellen Studie.

Sie weisen darauf hin, dass die Versicherungs­anbieter in den Cyberpolicen in der Regel Deckungsausschlüsse festgelegt haben. Dies betreffe oft cyberkriminelle Vorfälle, die auf kriegerische Ereignisse zurückzuführen seien oder die durch staatliche Hackerorganisationen verursacht worden seien. Dies ist aber in bestehenden Verträgen nicht immer wasserdicht geregelt. Wie Gerichte entscheiden werden, wenn sie mit Auseinandersetzungen dazu konfrontiert werden, ist schwer vorherzusagen.

Gemeldete Fälle zuletzt stabil

Beim schweizerischen Zentrum für Cybersicherheit NCSC haben sich die gemeldeten Vorfälle seit Mitte 2021 verdoppelt auf mehr als 600 je Woche und eine Spitze von über 800 Meldungen zu Jahresbeginn.

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