Unternehmen / Energie

Versorger fürchten indirekte Marktöffnung

Das neue Energiegesetz ermöglicht kleinen Haushalten und Unternehmen unter bestimmten Bedingungen, den Stromanbieter frei zu wählen.

Der träge Schweizer Strommarkt dürfte 2018 in Schwung kommen. Und das, obwohl sich in Sachen Liberalisierung seit Jahren nichts mehr getan hat. Der Grund: Gemäss dem neuen Energiegesetz, das im Januar in Kraft tritt, können nicht nur Grossverbraucher, sondern auch Gruppen kleiner Unternehmen und Haushalte Strom am Markt einkaufen, wenn ihr Jahresverbrauch eine bestimmte Schwelle überschreitet. Das gefällt vielen Versorgern überhaupt nicht.

Grundvoraussetzung für den Schritt in den freien Markt ist die eigene Produktion von erneuerbaren Energien. Also etwa eine Solaranlage auf dem Dach einer Wohnsiedlung mit vielen Parteien. Mit der sogenannten Eigenverbrauchsregelung in Artikel 18 des neuen Energiegesetzes soll der Ausbau von Solar- und Windenergie gefördert werden. Der Wortlaut lässt sich aber weitergehend interpretieren.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?