Unternehmen / Energie

Versorger stehen im Bann der Politik

Nicht nur in der Schweiz nimmt der staatliche Einfluss auf die Stromproduktion zu. Das steht in Widerspruch zu offenen Märkten und vernichtet Kapital.

Ein neuer Graben tut sich auf, und zwar im Schweizer Stromsektor: Einerseits soll der Markt bis 2018  in einem weiteren Schritt auch für Privatkunden geöffnet werden; die Vernehmlassung dazu läuft. Zum anderen entfernt sich die Stromproduktion immer stärker vom Markt. Nach Subventionen für Solar- und Windkraft gleist die Politik die Förderung der Grosswasserkraft auf – um Marktverzerrungen durch Grünstrom-Subventionen auszugleichen.

«Diese Entwicklungen passen nicht zusammen», sagt Urs Meister, Energie-Experte der Denkfabrik Avenir Suisse. «Es ist ganz wesentlich, dass im Fall einer Liberalisierung des Endkundenmarktes auch der Grosshandel möglichst wettbewerblich organisiert ist. Erst dann ist ein effizienter Strommarkt möglich.» Danach sieht es momentan nicht aus. «Ein liberalisierter Strommarkt mit einem Energiemix, den die Politik vorgibt, lässt Konsumenten sehr wenig Wahlmöglichkeiten», meint auch Dieter Helm, Professor für Energiepolitik an der Universität Oxford, im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft».

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