Unternehmen / Industrie

Vertreter von Bill Gates für Sika-VR nominiert

An der ausserordentlichen Generalversammlung des Bauzulieferers soll Justin Howell von der Bill-Gates-Stiftung in den Verwaltungsrat einziehen.

(AWP) Bei Sika (SIKA 141.1 0.71%) soll ein Vertreter der Bill-Gates-Stiftung in den Verwaltungsrat einziehen. Justin Howell wird an der ausserordentlichen Generalversammlung im Juni für das Amt nominiert. Er soll einen der drei freigewordenen Sitze im Verwaltungsrat einnehmen.

Denn mit der vor gut einer Woche erreichten Einigung im langjährigen Streit mit der Eignerfamilie Burkard sind die drei Familien-Vertreter aus dem Sika-Verwaltungsrat ausgeschieden. Urs Burkard, Jürgen Tinggren und Willi Leimer traten Ende letzter Woche mit unmittelbarer Wirkung aus dem Gremium zurück.

Eine dieser drei Vakanzen soll nun nach dem Willen des Sika-Verwaltungsrates mit Justin Howell ersetzt werden, der auch für den Nominierungs- und Vergütungsausschuss nominiert wird. Die Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates ist seit vielen Jahren Sika-Aktionär und hatte den Verwaltungsrat während der langjährigen Auseinandersetzung unterstützt.

Weitere Wachablösungen

Die sechs unabhängigen Sika-Verwaltungsräte sind derweil an Bord geblieben. Eine Erneuerung des Aufsichtsgremiums steht jedoch im Raum. «An der nächsten regulären Generalversammlung im Jahr 2019 wird es möglicherweise noch weitere Wachablösungen geben», erklärte ein Sika-Sprecher gegenüber AWP.

Im prominent bestückten Sika-Verwaltungsrat sitzen heute etwa SBB-Präsidentin Monika Ribar und Daniel Sauter, Präsident der Bank Julius Bär (BAER 56.86 -0.59%). Weitere Mitglieder sind der emeritierte ETH-Professor Ulrich W. Suter, der ehemalige Nestlé-Manager Frits van Dijk sowie Christoph Tobler, Chef der Technologiegruppe Sefar und früher Leiter der Sika-Industriedivision.

Sika auf jeden Fall die Treue halten wird indes Verwaltungsrats-Präsident Paul Hälg, wie dieser am Wochenende in verschiedenen Zeitungsinterviews betonte. «Für mich fängt es jetzt erst richtig an», sagte er etwa der Schweiz am Wochenende.

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