Unternehmen / Gesundheit

Verwirrendes Blickfeld für Versicherungen

Die Manager der Versicherungsunternehmen blicken dieses Jahr auf steigende Pandemiekosten und zugleich schrumpfende Absatzvolumen. Wo sie dennoch günstige Branchentrends ausmachen.

Für Folgen der Covid-Pandemie werde die Versicherungsbranche dieses Jahr 50 bis 80 Mrd. € zahlen müssen, schätzen die Analysten der Ratingagentur Moody’s. Die Summe entspricht den Leistungen der Versicherungsbranche nach der Serie schwerer Hurrikane 2017. Moody’s schliesst aus, dass die Versicherungsunternehmen wegen der hohen Belastung dieses Jahr in Kapitalnot kommen werden, und belässt das Bonitätsrating der meisten Branchenunternehmen unverändert.

Die globalen Schweizer Konzerne, Swiss Re und Zurich Insurance – beide von Moody’s mit einer Aa3-Benotung ausgestattet –, sind bei Betriebsunterbruch- und Annullationsversicherungen sowie Todesfalldeckungen vom Krankheitsausbruch mitbetroffen. Der Rückversicherer Swiss Re rechnet für 2020 mit Extrakosten von 2,5 Mrd. $, weshalb der Semesterabschluss defizitär wird. (Lesen Sie hier mehr.) Die Zurich-Gruppe geht davon aus, dass nach vertraglicher Lastenabwälzung auf Rückversicherungspartner in der eigenen Rechnung 750 Mio. $ ­Covid-Sonderaufwendungen zurückbleiben.

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