Unternehmen / Ausland

Viel Arbeit für neuen Intel-Chef

Intel-Urgestein Pat Gelsinger führt den Chipkonzern ab Februar. Er muss in vielen Feldern zu den Rivalen aufschliessen.

Daniel Loeb ist seinem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. Der aktivistische Hedge-Fund-Manager hat den CEO des Chipkonzerns Intel, Bob Swan, aus dem Amt gedrängt. Mitte Februar übernimmt Intel-Veteran, Elektroingenieur und Noch-VMware-CEO Pat Gelsinger das Amt. In einer ersten Reaktion haben die Intel-Titel deutlich zugelegt. Die Probleme von Intel zu lösen, wird für den neuen CEO aber kein Leichtes.

Intel war lange Gradmesser für die Lage in der IT-Industrie. Der ehemals weltweit grösste und ebenso ehemals wertvollste Hersteller der Chipbranche bildete über Jahrzehnte das einflussreiche Wintel-Team. Kein PC kam ohne die Prozessoren von Intel und die Software ­Windows von Microsoft aus. Für beide Konzerne ein mehr als einträgliches Geschäft. Und beide haben die jüngsten ­Entwicklungen im Sektor verpasst. Während Microsoft aufgeholt hat, findet sich nach wie vor kein Smartphone oder Tablet mit Prozessor von Intel. Wer über Zukunftsthemen spricht, wie künstliche Intelligenz oder autonom fahrende Autos, denkt an Nvidia. Schlimmer noch: Selbst im Kerngeschäft hat Intel den Anschluss verloren. Die Computerprozessoren von AMD sind leistungsfähiger, was sich in einem steigenden Marktanteil des Rivalen niederschlägt.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?