In der Coronakrise taucht immer wieder die Frage auf, ob ­genügend Spitalbetten, besonders auf Intensivstationen, zur Verfügung stehen. Dazu sind keine Zahlen verfügbar; es dürften momentan rund 1000 Betten sein, wobei die Kapazitäten in den Spitälern stetig ausgebaut werden. Klar aber ist, dass die Schweiz mit 281 Spitälern auf eine Bevölkerung von 8,5 Mio. eine sehr hohe Spitaldichte aufweist. Gesundheitsökonomen weisen seit langem darauf hin, dass hierzulande im Spitalbereich Überkapazitäten herrschen. Die Anzahl Spitalbetten ist seit 2000 denn auch geschrumpft. Standen zu Beginn des Jahrtausends gesamtschweizerisch noch gut 45 000 Spitalbetten zur Verfügung, waren es 2018 noch 38 000. Das entspricht einem Rückgang um 16,5%. Vom Bestand entfielen gut 60% auf Betten in Akutspitälern, gut 20% auf die Psychiatrie und knapp 20% auf Rehabilitation/Geriatrie. Die grösste Bettenzahl wiesen 2018 die Genferseeregion und der Espace Mittelland mit je rund 7500 Betten auf, ­entsprechend einem Anteil von je rund 20% am Gesamt­angebot. Die Region Zürich verzeichnete den grössten ­Rückgang an Betten (–22,5% auf 6233). Die Spitäler sind auch ein Wirtschaftsfaktor: Sie beschäftigten 2018 knapp 168 000 ­Personen (Vollzeitäquivalente) und generierten einen ­Betriebsaufwand von 30,4 Mrd. Fr., entsprechend rund einem Drittel der gesamten Gesundheitskosten.