Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Corporate Governance
Unternehmen

Vielfalt ohne Frauenquote gesucht

Verwaltungsräte sehen Bedarf für mehr Diversität im Gremium. Geschlechterquoten werden mehrheitlich abgelehnt.

Christoph Lengwiler und Reto Savoia

Verwaltungsratsmitglieder müssen sich mit einer Vielzahl anspruchsvoller Themen befassen. Diese können von Strategie über Organisation und Prozesse bis hin zu Compliance und Risiko sowie Finanzen, Digitalisierung und Personalmanagement reichen. Inwiefern die Verwaltungsräte (VR) dafür richtig zusammengesetzt sind und wie es um die Geschlechterverteilung steht, hat der aktuelle swissVR Monitor – eine Umfrage der Vereinigung swissVR in Kooperation mit dem Beratungsunternehmen Deloitte und der Hochschule Luzern bei 448 Schweizer Verwaltungsräten – untersucht.

Das Verständnis von Diversität in Führungsgremien hat sich gewandelt: Umfasste das traditionelle Bild vornehmlich Alter, Geschlecht und Nationalität, hat sich das Verständnis von Diversität erweitert. Es bezieht unterschiedliche Fachkompetenzen, Erfahrungs-, Gedanken- und Meinungsvielfalt ein. Diversität wird als Erfolgsfaktor gesehen und nimmt in den Anforderungsprofilen für neue Verwaltungsrats- oder Geschäftsleitungsmitglieder eine hohe Priorität ein. Dies bestätigt der neue swissVR Monitor: Für rund vier Fünftel der Befragten hat das Ziel, bei personellen Neubesetzungen im Verwaltungsrat allgemein die Diversität zu erhöhen, eine hohe (53%) oder eine mittlere (25%) Bedeutung.

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