Unternehmen / Finanz

Vier Jahre Tidjane Thiam

Er ist angetreten, um eine bitter nötige Restrukturierung durchzuziehen. FuW zeigt, was Tidjane Thiam als Chef von Credit Suisse gelungen ist – und was er bisher versäumt hat.

Monica Hegglin und Valentin Ade

Es ist die Geschichte von zwei Tidjane Thiams. Am 23. März 2016, noch kein Jahr im Amt, verschärft der CEO von Credit Suisse sein Sparprogramm, Tausende Stellen mehr will er streichen. Die hochgesteckten Ziele seiner bitter nötigen Sanierung der Grossbank sind nach zwei Verlustquartalen bereits in Gefahr.

Am selben Abend erleben die Gäste der FuW-Konferenz «Vision Bank» auf der Bühne des Zürcher Kunsthauses einen gereizten Thiam. Angesprochen auf die desaströse Entwicklung des CS-Aktienkurses fährt der sonst so besonnene ivorisch-französische Doppelbürger regelrecht aus der Haut: Natürlich sei es seine Schuld, sagt er, dass der Ölpreis eingebrochen sei, dass es Negativzinsen gebe und die Konjunktur in China schwächle. Und auch das schlechte Wetter gehe auf seine Kappe.

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