Märkte / Emerging Markets

Vietnam – der noch hinkende Tiger

In Vietnam sorgte eine fehlgeleitete Konjunkturpolitik in den letzten Jahren für eine schwache Währung mit hoher Inflation. Standortvorteile und eine leistungsorientierte Bevölkerung geben der Wirtschaft jedoch Auftrieb.

Kleinbauer Doan Van Vouan platzte Anfang Jahr der Kragen. Das brachte den seit über zwanzig Jahren laufenden wirtschaftlichen Öffnungsprozess Vietnams vielleicht in eine neue Phase. Doan stand mit der Verwaltung der Hafenstadt Haiphong im Streit über das von ihm beackerte Land. Als Sicherheitskräfte ihn von seinem Anwesen vertreiben wollten, wehrte er sich mit Waffen und selbstge-machten Minen. Der Fall sorgte landesweit für Aufsehen. Wohl aus Angst, der arabische Frühling könnte aufs autoritär regierte Vietnam überspringen, schaltete sich Premierminister Nguyen Tab Dung persönlich ein. «Der Entscheid steht nicht im Einklang mit dem Landrecht und war daher illegal», hiess es im Rüffel aus der Hauptstadt Hanoi. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?