Unternehmen / Gesundheit

Vifor meldet erneut Erfolg

Eine zulassungsrelevante Studie des Wirkstoffs Avacopan erreicht die Ziele. Die Valoren des Pharmakonzerns klettern.

Vifor Pharma (VIFN 146.55 -1.35%) wartet erneut mit guten Nachrichten auf: Am Dienstag gab das Pharmaunternehmen günstige Daten einer zulassungsrelevanten Studie für den Wirkstoff Avacopan bekannt. Die Aktien gewannen bis zu 7%.

Avacopan hat in einer Phase-III-Studie das erstrangige Ziel, den sogenannten primären Endpunkt, sowie wichtige sekundäre Ziele erreicht. 331 Patienten verzeichneten eine statistisch bedeutende Verbesserung der Nierenfunktion im Vergleich zur bisher üblichen Behandlung.

Die Helvetische Bank kommentiert dazu: «Die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zulassung durch die Behörden in den USA und auch in Europa ist erheblich gestiegen.» Finanzanalysten rechnen mit einer Marktzulassung und ersten Einnahmen von Avacopan im Jahr 2021.

Den jährlichen Spitzenumsatz schätzen sie auf 200 bis 490 Mio. Fr. Zudem haben die Bankhäuser die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht, Vontobel (VONN 52.7 -1.22%) zum Beispiel von 60 auf 75%.

Vifor profitiert doppelt

Zusammen mit dem deutschen Joint-Venture-Partner Fresenius (FRE 43.07 0.65%) hält Vifor die globalen Vermarktungsrechte für Avacopan ausserhalb der USA. Über die Rechte im grössten Einzelmarkt verfügt weiterhin ChemoCentryx, die den oral verabreichten Wirkstoff gegen Entzündung der Blutgefässwände (ANCA-assoziierte Vaskulitis) entwickelt hat. Die seltene Krankheit bewirkt Organschäden und -versagen, vor allem an Nieren.

Die am Nasdaq gehandelten Aktien des US-Biotech-Unternehmens vervierfachten sich im Wert bei Handelsbeginn am Dienstag. Davon profitiert auch Vifor, die per Ende September eine Beteiligung von 18% an ChemoCentryx hielt. Diese ist nun etwa 240 Mio. $ mehr wert als Ende 2018.

Vifor Pharma hat die Investoren in letzter Zeit mit einer Reihe guter Nachrichten erfreut. Der Semesterbericht übertraf die Erwartungen. Im September hat Standard & Poor’s dem Unternehmen ein Investment Grade Rating (BBB) erteilt. Und vor gut zwei Wochen gab Vifor eine kommerzielle Zusammenarbeit mit der Johnson-&-Johnson-Tochter Janssen bekannt. Das Geschäftsmodell funktioniert – die Aktien bleiben kaufenswert.

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