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Vifor-Medikament einen Schritt weiter

Die Europäische Medikamentenbehörde EMA akzeptiert das Zulassungsgesuch für das Medikament Avacopan zur Prüfung.

(AWP) Das Medikament Avacopan von Vifor Fresenius (FRE 67.8 1.8%) Medical Care (FME 85.1 0.66%) Renal Pharma (VFMCRP) und ChemoCentryx ist einen Schritt weiter gekommen. Die Europäische Medikamentenbehörde EMA hat das Gesuch um eine bedingte Vertriebsgenehmigung (Conditional Marketing Authorization) für das Medikament zur Behandlung von Patienten mit Vaskulitis zur Prüfung zugelassen. Des weiteren vermeldet Vifor die Zulassung des Kaliumbinders Veltassa in der Schweiz.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA werde nun mit der Beurteilung des Gesuchs beginnen. Damit werde eine Meilensteinzahlung für ChemoCentryx fällig, teilt Vifor am Donnerstag mit. Avacopan befindet sich derzeit laut Mitteilung in der späten Phase der klinischen Entwicklung für die Behandlung von seltenen Nierenerkrankungen einschliesslich der Autoimmunerkankung ANCA-Vaskulitis.

Der Wirkstoff ist von ChemoCentryx entdeckt und entwickelt worden. Das Unternehmen hält zudem die kommerziellen Rechte für die USA und China, während VFMCRP – ein Gemeinschaftsunternehmen von Vifor Pharma (VIFN 181.3 -0.17%) und Fresenius Medical Care – das Medikament in allen weiteren Ländern vertreiben kann.

Schweizer Valtassa-Zulassung

In einer separaten Mitteilung vermeldet Vifor Pharma am Donnerstag zudem die Schweizer Zulassung seines Medikaments Veltassa zur Behandlung Hyperkaliämie, also von erhöhten Kaliumwerten, bei Erwachsenen. Veltassa ist von der 2016 durch die damalige Galenica-Gruppe übernommenen Relypsa entwickelt worden. Es ist seit Dezember 2015 in den USA erhältlich und wurde im Juli 2017 in der EU sowie in Norwegen, Liechtenstein, Island und in Australien im Dezember 2017 zugelassen.

Hyperkaliämie, oder ein ungewöhnlich hoher Kaliumspiegel im Blut, ist eine schwere Erkrankung, die eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung auslösen und zum plötzlichen Tod führen kann. Veltassa wird im Darm nicht absorbiert und wirkt, indem es primär im Kolon Kalium bindet und gegen Kalzium austauscht.

Die komplette Historie zu Vifor Pharma finden Sie hier. »

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