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Vifor sichert sich Zugang zum US-Markt

Über eine Lizenzvereinbarung mit Cara Therapeutics kann Vifor Pharma das Mittel Korsuva auf dem US-Dialysemarkt anbieten.

(AWP) Vifor Pharma (VIFN 125.05 -7.58%) hat sich über eine Lizenzvereinbarung mit Cara Therapeutics den Zugang zum US-Markt gesichert. Konkret gehe es dabei um das Mittel Korsuva, das zur Behandlung von chronischem Juckreiz (CKD-aP) verwendet wird, der im Zusammenhang mit chronischen Nierenleiden steht, wie Vifor am Dienstag mitteilte.

Das Mittel werde auf dem US-Dialysemarkt in jenen Kliniken verwendet, die nicht zu Fresenius (FRE 38.18 -0.08%) Medical Care (FME 69.22 +0.67%) gehören. Da Vifor bereits mit Fresenius Medical Care zusammenarbeite, könne man über das neue Abkommen die Präsenz in den USA weiter stärken. «Wir verfügen nun über die Kommerzialisierungsrechte für die intravenöse Darreichung von Korsuva im gesamten Dialysesegment, in dem wir alle Dialysekliniken, die nicht zur FMC (FMC 114.45 -0.48%) gehören und ca. 66% des US-Marktes repräsentieren, hinzufügen», wird Vifor-CEO Stefan Schulze in der Mitteilung zitiert. Weltweit seien bis zu 40 Prozent der Dialyse-Patienten von diesem Juckreiz betroffen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit haben sich die beiden Gesellschaften auch auf eine Gewinnbeteiligung geeinigt, bei der Cara 60% und Vifor Pharma 40% erhalten wird. Zudem werde Cara eine Vorauszahlung von 100 Mio. $ in bar und eine Kapitalbeteiligung von 50 Mio. erhalten.

Darüber hinaus hat Cara laut Mitteilung nach der Genehmigung der US-Zulassungsbehörde von Korsuva Anspruch auf eine zusätzliche Kapitalbeteiligung sowie auf Meilensteinzahlungen in Abhängigkeit vom Erreichen kommerzieller Ziele, die zusammen bis zu 290 Mio. $ betragen können. Der Zulassungsantrag für die intravenöse Variante von Korsuva soll im vierten Quartal 2020 eingereicht werden.

Bereits im Mai 2018 hatten die beiden Unternehmen ein erstes Abkommen unterzeichnet, das die Rechte zur Entwicklung und Vermarktung von i.v. Korsuva für die Behandlung von Patienten mit chronischem nierenkrankheitsassoziiertem Pruritus (CKD-aP) bei Hämodialyse- und Peritonealdialyse-Patienten weltweit, mit Ausnahme der USA, Japans und Südkoreas, einräumte.

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