Unternehmen / Gesundheit

Vifor wird von Pechsträhne verfolgt

Seit Ausbruch der Pandemie dümpelt der Vifor-Aktienkurs vor sich hin. Die jüngste Studienschlappe ist nur eine von vielen Enttäuschungen.

Das St. Galler Pharmaunternehmen Vifor Pharma musste vergangenen Mittwoch einen Studienflop mit dem Produktkandidaten ANG-3777 bekanntgeben. Der Wirkstoff zur Linderung von Nierenschäden bei Transplantationen hatte für das Unternehmen keine besondere Relevanz, aber der Studienrückschlag ist die jüngste Enttäuschung in einer ganzen Reihe von Misserfolgen.

Vifor ist für Lizenzvereinbarungen bekannt und weniger für eigene Entwicklungsarbeit. In der Vergangenheit reagierte die Aktie bei der Ankündigung von Deals jeweils euphorisch. Heute ist das nicht mehr der Fall. «Bei vielen Deals steckt der Wurm drin», fasst Vontobel-Analyst Stefan Schneider die Situation zusammen. «Vor allem Veltassa hätte funktionieren müssen – aber auch hier sind die ambitionierten Ziele stark zurückgenommen worden.» Der Kaliumbinder, den Vifor vor einigen Jahren für 1,5 Mrd. $ übernommen hatte, war der grosse Hoffnungsträger. Von einem Milliardenumsatz war die Rede. Heute sehen Analysten die Einnahmen daraus für 2025 im Schnitt noch bei 280 Mio. Fr.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?