Unternehmen / Schweiz 07:00 - 20.04.2017

Villars schreibt mehr Gewinn

Das Immobilienverwaltungs- und Detailhandelsunternehmen hat im Geschäftsjahr 2016 den konsolidierten Gewinn dank tieferer Kosten gesteigert.
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AG
Juristische Person, deren zahlenmässig fixiertes Grundkapital (Aktienkapital ) in Teilsummen (Aktien ) zerlegt ist.
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Aktionär
Teilhaber einer AG bzw. Inhaber einer Aktie oder einer Mehrzahl von Aktien.
Dividende
Der von einer Aktiengesellschaft je Aktie ausgezahlte Gewinnanteil. Die Dividende wird durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats festgesetzt. Als Dividende werden auch die Auszahlungen an die Inhaber von Genuss- und Partizipationsscheinen bezeichnet.
Ebit
Ebit (Earnings before Interest and Taxes): Gewinn vor Zinsen und Steuern. Ebita: Ebit vor Goodwillabschreibung. Ebitda (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization): Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen. Diese drei Varianten des Betriebsergebnisses zeigen die operative Ertragskraft besser auf als der publizierte Nettogewinn. Dieser kann ohne betriebliche Ursachen je nach Rechnungslegungsstandard , Beitrag des Finanzergebnisses (Zinsen in obigen Definitionen) und Steuerbelastung stark variieren. Nicht weitergeführte Aktivitäten werden meist aus dem betrieblichen Ergebnis herausgerechnet und fliessen als Ergebnis aufgegebener Tätigkeiten in das Nettoergebnis ein. Anderseits werden ausserordentliche Aufwendungen für Restrukturierungen oder Wertberichtigungen berücksichtigt, sofern sie betrieblich bedingt sind.
Eigenkapital
Der Teil des Gesamtkapitals, der den Aktionären gehört und ihnen im Fall einer Geschäftsaufgabe ausgezahlt wird. Aus Sicht der Aktionäre besteht die wichtigste Aufgabe eines Unternehmens darin, auf dem Eigenkapital eine risikogerechte Rendite zu erwirtschaften (vgl. Eigenkapital der Banken ).
Eigenkapitalrendite
Gewinn, ausgedrückt in Prozenten des Eigenkapitals . Der RoE ist eine häufig verwendete, aber wenig aussagekräftige Kennziffer, da er stark von buchhalterischen Einflüssen wie der Methode für die Abschreibung von Goodwill abhängt.

(AWP) Das Immobilienverwaltungs- und Detailhandelsunternehmen Villars (VILN 839.5 -1.24%) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 weniger Umsatz erzielt, den konsolidierten Gewinn jedoch dank tieferer Kosten gesteigert. Die Aktionäre sollen erneut in den Genuss einer Dividende von unverändert 8 Fr. je Aktie kommen.

Der konsolidierte Handelsumsatz der Gruppe ging im Berichtsjahr um 2,7% auf 79,4 Mio. Fr. zurück, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Unter Einbezug des Immobilienbereichs und ausserordentlicher Erträge nahm der Gesamtumsatz um ebenfalls um 2,7% auf 83 Mio. Fr. ab.

Tiefere Treibstoffverkäufe

Der mit Abstand wichtigste Bereich Restoshop (Autobahn-Tankstellen und -Shops) erlitt eine Einbusse von 3,6% auf 53,2 Mio. Fr. Leicht rückläufig war der Umsatz in den Shops (20,5 vs. 20,6 Mio. Fr.), während die Verkäufe von Treibstoff deutlicher zurückgegangen sind (32,6 vs. 34,5 Mio. Fr.). Dies sei hauptsächlich den durchschnittlich tieferen Benzinpreisen und dem rückläufigen Tourismus in der Schweiz zuzuschreiben, erklärt Villars.

Im Berichtsjahr habe Restoshop keine grösseren Renovationen vorgenommen. Mit den Übernahmen der beiden Verkaufsstellen in waadtländischen Bavois und Lully im Kanton Freiburg, welche bereits für die Alvi-Shop AG betrieben wurden, habe Restoshop die strategische Position auf den Hauptverkehrsachsen ausgebaut.

Die Kaffee-Kette Pause-Café setzte mit 16 Mio. Fr. um 2,4% weniger um. Der Grund dafür sei die sinkende Kundenfrequenz in Einkaufszentren, welche unter den zunehmenden Onlinekäufen leiden. Bei den Alvi-Shops, die zu 50% im Besitz von Villars sind, ging der Umsatz um 2,3% zurück. Der Bereich Arte Panis entwickelte sich dagegen mit einem Umsatzplus von 1,3% auf 10,3 Mio. Fr. erneut positiv.

Gewinn steigt

Dank der gegenüber dem Vorjahr tieferen Kosten von 80,7 Mio. Fr. (Vorjahr: 83,4 Mio. Fr.) erhöhte sich der konsolidierte Ebit auf 2,4 Mio. Fr. nach zuvor 1,9 Mio. Fr. Unter dem Strich stieg der Reingewinn auf 2,9 Mio. von 2,7 Mio. Fr., wobei sich eine Eigenkapitalrendite von 4,5% errechnet.

Für das laufende Jahr 2017 erwartet das Unternehmen einen Umsatz auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Bei Restoshop dürften die Umsätze ansteigen, während bei Pause-Café in einem «konkurrenzintensiven Umfeld» mit tieferen Verkäufen zu rechnen sei, heisst es mit Blick in die Zukunft. Das Bäckerei-, Pâtisserie- und Confiserie-Geschäft dürfte derweil weiter zulegen.

Die komplette Historie zu Villars finden Sie hier. »

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