Unternehmen / Energie

Voll auf Risiko mit Meyer Burger

Nach dem Strategiewechsel steht der Solarspezialist in der Gunst der Anleger. Ob die Wette aufgeht, ist offen.

Am 22. Juli begann für Meyer Burger eine neue Zeitrechnung, wieder einmal. An diesem Tag kam die letzte Kapitalerhöhung – die vierte seit 2009 – zustande. Dem Unternehmen flossen 165 Mio. Fr. zu. Das hat den Weg für die geplante strategische Neuausrichtung geebnet: Meyer Burger will nicht mehr nur Maschinen für die Solarproduktion anbieten, sondern selbst Zellen und Module herstellen. Solarzellen sollen aus Bitterfeld, Module aus Freiberg, aus ehemaligen Solarstandorten in Ostdeutschland, kommen. Und das ab Mitte 2021.

Meyer Burger sieht sich als Pionierin beim Wiederaufbau der europäischen Solarindustrie, die in den letzten Jahren von der Billigkonkurrenz aus China niedergewalzt wurde. Die ehrgeizigen Pläne des Meyer-Burger-CEO Gunter Erfurt, der seit März im Job ist, kommen gut an. Die Valoren haben ihren Wert seit dem Tief nach der Kapitalerhöhung Ende Juli verdoppelt. Das, obwohl das Unternehmen schwer angeschlagen ist. Zum Halbjahr schrieb es 40 Mio. Fr. Verlust, das Firmengebäude in Thun wurde verkauft, auch Unternehmensteile, um die Liquidität zu sichern. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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