Unternehmen / Energie

Volle Marktöffnung fordert die Stromversorger

Die freie Wahl des Stromlieferanten für sämtliche Verbraucher brächte mehr Wettbewerb. Die Schaffung eines Standardprodukts würde die hiesige Wasserkraft stärken.

Der Bundesrat nimmt einen neuen Anlauf. Mit der Revision des Stromversorgungsgesetzes versucht er noch einmal die volle Öffnung des schweizerischen Strommarktes zu bewerkstelligen. Kommt sie diesmal, wären die Stromversorgungsunternehmen – darunter auch die an der Schweizer Börse SIX kotierten – vielfältig gefordert.

Sie sähen sich mit mehr Wettbewerb konfrontiert, müssten für die Grundversorgung ein Standardprodukt aus Schweizer Strom und erneuerbaren Energien bereitstellen und könnten sich am Aufbau einer Speicherreserve für extreme Notlagen beteiligen.

Kern der vollen Öffnung des Strommarktes ist, dass künftig auch die Kleinverbraucher – kleinere Gewerbebetriebe und private Haushalte – ihren Stromlieferanten frei wählen können. Das sind 99% der aktuellen Strombezüger in der Schweiz. Sie sind immer noch an einen – zumeist lokalen – Stromversorger gebunden. Bisher – seit 2009 – hatten nur die grossen Stromverbraucher (ab 100 000 Kilowattstunden) die freie Wahl.

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