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«Vollgeld ist die bessere Lösung»

Thomas Mayer, früher Chefökonom der Deutschen Bank und heute Leiter einer Denkfabrik, befürwortet ein Vollgeldsystem. Der einzige Nachteil sei die mögliche Aufwertung des Frankens.

Notenbanken haben das Geldmonopol. Sie verfügen als Einzige über das Recht, Geld zu schöpfen. Richtig? Falsch! Tatsächlich wird die Masse unseres  Geldes von den Geschäftsbanken hergestellt. Indem sie Kredite vergeben, produzieren sie Giralgeld. Das funktioniert folgendermassen: Angenommen, Sie gehen zur Bank und möchten einen Kredit. Die Bank betrachtet Sie als kreditwürdigen Schuldner und legt Ihnen einen Kreditvertrag vor, den Sie unterschreiben. Der Kreditvertrag wandert zur Einlagenabteilung. Dort schreibt man Ihnen die Kreditsumme gut: Giralgeld.

Dank der Banklizenz darf das Institut Ihnen zusichern, dass dieses geschöpfte Giralgeld im Verhältnis eins zu eins in von der Nationalbank selbst geschaffenes Bargeld umgetauscht werden kann. Aus privat geschaffenen Schuldverschreibungen der Bank an den Kunden werden also neue Franken, ohne dass die Notenbank darüber die Kontrolle hat.

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