Märkte / Emerging Markets

Vom Superstar zum Sorgenkind

Die indischen Behörden verlieren die Kontrolle über die Ausbreitung des Virus. Die Bedrohung für die Weltwirtschaft bleibt vorerst moderat.

In Delhi herrschen teilweise kriegsähnliche Zustände. Die Spitäler der indischen Hauptstadt – aber auch landesweit – kämpfen um Sauerstoffflaschen. Kein Gut ist momentan so kostbar wie das farb- und geruchlose Gas, das Leben erhalten kann. Die Schwarzmarktpreise haben schwindelerregende Höhen erreicht. Die Lastwagen, die Sauerstoff transportieren, müssen teilweise unter Polizeischutz gestellt werden, damit sie an ihrem Bestimmungsort ankommen.

Noch im Februar wurde Premierminister Narendra Modi von seiner Partei als Visionär gefeiert, der das Coronavirus besiegt hat. Binnen kürzester Zeit explodierten danach die Ansteckungszahlen. Im März wurden täglich «nur» 13’000 Neuinfektionen gemeldet, weniger als in manchem grossen europäischen Land. Allein am Montag dieser Woche lag die Zahl bereits bei fast 353’000. Für die laufende Woche befürchten Epidemiologen, dass die täglichen Neuansteckungen 0,5 Mio. überschreiten könnten. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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