Unternehmen / Schweiz

Vom Swisscube zu Astrocast

Der Schweizer Nanosatellitenhersteller notiert seit Ende August an der Börse in Oslo.

Das Unternehmen Astrocast umfasst knapp 50 Mitarbeiter und betreibt in einer erdnahen Umlaufbahn ein Kommunikationsnetz aus schuhschachtelförmigen Kleinsatelliten. Gegenstände aus dem Internet of Things (IoT) können durch die Nanosatelliten im Weltall weltweit kleine Datenmengen empfangen – beispielsweise Wetter- oder Positionsdaten.

Astrocast ist seit Ende August per Direct Listing im «Growth»-Segment der Börse Oslo kotiert. Die Ingenieure hinter Astrocast waren zuvor beim Swisscube involviert, einem Forschungsprojekt der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Ziel war es, einen würfelförmigen Kleinsatelliten mit einem Gewicht von weniger als einem Kilogramm herzustellen.

Infrastruktur nur im All

Astrocast konnte im Vergleich zu vielen anderen Start-ups im Bereich Nanosatelliten relativ früh schlagkräftige Partner an Bord holen. Der arabische Satellitenfunkanbieter Thuraya wurde für die Lizenzierungen gewonnen, die Raumfahrt-Division von Airbus kooperierte technisch. Startgeld kam vom Tech-Investor Verve sowie von Airbus-Ventures. Astrocast hat mittlerweile 10 seiner knapp 5 kg schweren Satelliten im All deponiert, weitere 90 sind geplant. Im Vergleich zu anderen Anbietern kommt Astrocast ohne zusätzliche terrestrische Antennen aus. «Unsere Nanosatelliten sind quasi Mini-Antennen im Orbit, mit denen kann man die jeweiligen Geräte und Sensoren direkt mit den Satelliten verbinden», erklärt CEO Fabien Jordan gegenüber FuW. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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