Märkte / Makro

Vom Umgang mit flachen Zinskurven

Der Abstand zwischen langen und kurzen Zinsen ist in den USA so gering wie seit Jahren nicht mehr. In der Vergangenheit folgte darauf eine Rezession.

Was hat es zu bedeuten, wenn sich die langfristigen und die kurzfristigen Zinsen immer näher aufeinander zu bewegen, die Zinskurve also flacher wird? Kaum eine andere Frage treibt derzeit die Anleger mehr um. Im Juli wurde das Stichwort Zinskurve so oft «gegoogelt» wie seit dem Jahr 2004 nicht mehr.

Die Sorge ist berechtigt: Der Abstand zwischen zehn- und zweijährigen US-Staatsanleihenrenditen ist auf ein Minimum geschrumpft. Die beiden am häufigsten beachteten Laufzeiten trennen nur 0,3 Prozentpunkte. Schwindet die Distanz in diesem Tempo weiter, rechnen die Zinsexperten der Bank Nordea vor, verläuft die US-Zinskurve bereits Anfang 2019 invers. Eine solche Konstellation gilt in den USA als verlässlicher Indikator dafür, dass eine Rezession ansteht. Auch in Europa und Japan verflacht sich der Indikator. Rückt dort ebenfalls das Ende des Aufschwungs näher?

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare