Märkte / Aktien

«Von Russland gehen nur geringe Gefahren aus»

Cathy Hepworth, Head of Emerging Markets Debt bei PGIM Fixed Income, findet interessante Einstiegsmöglichkeiten in Schwellenländern, die gut finanziert sind.

Die Schwellenländer sind für Cathy Hepworth schon lange kein unbekanntes Gebiet mehr. Denn sie leitet das Anleihenteam für diese Regionen bei PGIM Fixed Income, der Vermögensverwaltungssparte des amerikanischen Lebensversicherers Prudential Financial aus Newark, im US-Bundesstaat New Jersey. 1995 hatte Hepworth das Team auf­gebaut. Sie rät Anlegern, langfristig und nicht nur kurzfristig zu denken.

Frau Hepworth, was belastet die Finanzmärkte und die Volkswirtschaften derzeit?
Auf der einen Seite haben wir straffere Liquiditätsbedingungen – eine Folge der aggressiven Haltung der US-Notenbank Fed. Andererseits bewerten die Anleger die Wachstumserwartungen für China neu. Dies ist nicht nur auf die Null-Covid-Politik Pekings zurückzuführen, sondern auch auf die Folgen des Stresses im Immobiliensektor. Weltweit hält der Druck auf die Lieferketten an, und die Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine verschärfen sich. Angesichts der steigenden Lebensmittelpreisinflation müssen sich viele Schwellenländer auf wachsende soziale Spannungen einstellen.

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