Welche Erfahrung im zu Ende gehenden Jahr ist für Sie mit Blick aufs neue Anlagejahr die wichtigste?
Kalbreier:
Einmal mehr die Erfahrung, wie wichtig eine einzelne Person nicht nur für die Weltpolitik, sondern auch für die Weltmärkte sein kann: Donald Trump.
Langensand: Zu erfahren, dass die hohen Erwartungen im Jahr 2018 in Bezug auf das Weltwirtschaftswachstum nicht erfüllt werden. Und dass «Buy the Dip», also Kaufen nach einem Rückschlag, was aufgrund der Politik des billigen Geldes der Notenbanken jahrelang funktioniert hat, seit Oktober nicht mehr klappt.
Kistler: Augenfällig ist, wie stark die Psychologie die Märkte prägt. Die Anleger waren an einem Tag ängstlich und am nächsten wieder euphorisch. Auffallend auch, wie sich das auf die reale Wirtschaft übertragen hat. Die Unternehmensinvestitionen gingen zurück, aus Furcht vor einer Rezession. Auch das hat mit Psychologie zu tun, die Sorgen sind fundamental nur zum Teil gerechtfertigt.

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