Unternehmen / Finanz

Vontobels Leiden im Private Banking hält an

Analyse | Das Geschäft der Bank ist wegen Corona stagniert. Im zweiten Halbjahr will sie im Geschäft mit privaten Kunden zulegen.

Eigentlich ist es unfair. Da schliesst Vontobel trotz Corona das erste Semester mit einem guten Ergebnis ab, hält den Ertrag und verliert nur wenig Gewinn – und die Aktien büssen ein. Nettoneugeldziel? ­Erreicht. Profitabilität? Auf hohem Niveau knapp verfehlt. Vontobels Problem: Die Anleger erwarten mehr. Die Bank ist in den letzten Jahren stets stark gewachsen, getrieben vom Geschäft mit institutionellen Kunden. Dass im Coronahalbjahr nicht mehr als Stagnation drin lag, hat die Analysten enttäuscht.

Dabei war es just jenes Geschäft mit Institutionellen, das Asset Management, in dem Vontobel sich resistent bewiesen hat. Der Ertrag in der Sparte legte 4% zu. Im privaten Vermögensverwaltungsgeschäft lag das Plus zur Vergleichsperiode im Vorjahr bei 2%. Für beide Bereiche zielt die Bank mit einem Ziel von 4 bis 6% höher. Doch angesichts des Umfelds ist Wachstum per se keine Selbstverständlichkeit.

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