Märkte / Aktien

SMI schliesst erstarkt

Die Schweizer Börse gewinnt deutlich. Der Taucher wegen den US-Inflationsdaten ist nur kurzzeitig. Im Fokus stehen vor allem Credit Suisse und Clariant.

Deutliche Avancen nach einem zwischenzeitlichen Abrutschen: Der Swiss Market Index SMI (SMI 8872.09 1.06%) hat den Handel klar im Plus begonnen. Er gewann bei Eröffnung 0,7% und legte im frühen Handel bis auf 8850 Punkte zu. Mit Veröffentlichung der US-Inflationsdaten büsste er klar an Gewinnen ein. Doch fing sich er sich rasch wieder und markierte im späten Handel ein neues Tageshoch in der Region von 8900 Punkten. Gestern war der Schweizer Leitindex 0,7% schwächer aus dem Handel gegangen.

An Wallstreet verloren die Indizes leicht bei Eröffnung, drehten aber bis Börsenschluss in Europa ins Plus. Der Dow Jones (Dow Jones 25444.34 0.26%) notierte um 17:30 Uhr MEZ 0,2% fester. Der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2767.78 -0.04%) gewann 0,5%. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite kletterte 0,9%.

Credit Suisse zogen an

Im Fokus des Schweizer Marktes standen die Werte von Credit Suisse (CSGN 13.15 -1.17%) (bei Eröffnung +3,4%). Die Grossbank wies für das Geschäftsjahr 2017 einen hohen Verlust aus, der vor allem auf die US-Steuerreform zurückzuführen war. Operativ zeigte sich CS im Prozess der Restrukturierung hingegen zuversichtlich.

Die Aktien der anderen Banken um UBS (UBSG 13.86 -0.75%) und Julius Bär (BAER 44.71 -1.41%) stiegen ebenfalls klar. Auch alle anderen siebzehn Werte im Schweizer Leitindex schlossen mit Gewinnen.

Vor allem Lonza (LONN 325.4 -1%) erholten sich. Aber auch die Genussscheine von Roche (ROG 244.95 2.68%) stützten den Index mit einem satten Plus.

Clariant verloren

Clariant (CLN 21.82 -0.95%) (bei Eröffnung –1,4%) gaben deutlich ab. Der Spezialchemiekonzern steigerte im vergangenen Jahr trotz des heftigen Ringens um seine Zukunft den Gewinn und verbesserte die Marge.

Temenos (TEMN 138.4 -0.72%) zogen zwischenzeitlich an (bei Eröffnung +3,3%), flachten dann aber ab. Der Bankensoftwarespezialist setzte den steilen Aufwärtstrend fort und erzielte markant höheres Wachstum. Auch die anderen vielbeachteten Tech-Werte um AMS (AMS 47.54 -1.53%) und Logitech (LOGN 39.38 -1.3%) avancierten.

Leonteq (LEON 49.06 -0.12%) gewannen zunächst, büssten dann aber an Terrain ein. Mit Lukas Ruflin ist ein Mitgründer des Derivatspezialisten zum CEO ernannt worden.

Kudelski (KUD 6.79 -0.88%) (bei Eröffnung –5,5%) gaben deutlich nach. Das Westschweizer Technologieunternehmen verzeichnete einen deutlichen Gewinnrückgang und senkte daraufhin die Dividende.

Aryzta (ARYN 9.416 -3.76%) setzten erneut zur Korrektur an, nachdem sie seit Anfang Jahr rund 40% eingebüsst hatten.

Gemischtes Bild in Asien

In Asien handelten die Börsen uneinheitlich. In Tokio lastete der starke Yen, der auf ein Fünfzehnmonatshoch geklettert war, auf dem Nikkei 225 (Nikkei 225 22532.08 -0.56%), der 0,4% im Minus notierte. Der breiter gefasste Topix verlor 0,8%. In Südkorea stieg der Leitindex Kospi (Kospi 2156.62 0.37%) 1,1%. Der Hang Seng in Hongkong lag 1,8% im Plus. Der CSI 300 handelte vor dem chinesischen Neujahrsfest 0,7% höher. Ab morgen bleiben die Festlandbörsen für eine Woche geschlossen. Asiatische Aktien ausserhalb Japans – zusammengefasst im MSCI Index Asia ex Japan – legten 0,9% zu.

Euro stärker nach Einbussen

Die europäische Einheitswährung gewann deutlich zum Dollar und handelte stabil zum Franken. Der Kurs bei Börsenschluss in Europa lag bei 1.1549 Fr. Zum Dollar notierte der Euro nach der Publikation der US-Inflationsdaten klar schwächer, er erholte sich aber rasch wieder und notierte bei 1.2404 $. Der Greenback handelte zur Schweizer Währung schwächer bei 0.9310 $.

Gold fester

Gold (Gold 1226.72 0.08%) handelte klar fester bei 1347 $ pro Feinunze. Der Ölpreis legte ebenfalls zu. Das Barrel (159 Liter) der Sorte Brent kostete um 17:30 Uhr MEZ gut 63 $.

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