Märkte / Aktien

SMI geht mit einem winzigen Minus ins Wochenende

Im Leitindex verhinderten Nestlé und Roche am Freitag grössere Verluste. Meyer Burger waren nach einem Kommentar der UBS gefragt.

(AWP/RB) Der SMI (SMI 10047.34 -0.46%) hielt sich zum Wochenausklang besser als seine europäischen Pendants. Im Verlauf des Freitags bewegte sich der Leitindex um den Vortagesschluss. Nach einer eindrücklichen Erholung am Donnerstag überwogen wieder die Negativmeldungen.

Dank den im Index hoch gewichteten Nestlé (NESN 106.26 -3.38%) und Roche (ROG 273.3 1.6%), die beide mehr als ein halbes Prozent zulegten, konnte der SMI das Niveau des Vortages aber halten. An den anderen europäischen Handelsplätzen waren zumeist deutliche Verluste zu beklagen. Der Dax (DAX 12468.53 0.47%) und der Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3550.11 0.32%) schlossen mit mehr als 1% im Minus.

Laut Händlern waren es vor allem die drohenden Neuwahlen in Italien, die belasteten. Das zeigte sich auch am Anleihenmarkt. Während der für den hiesigen Markt richtungsweisende Conf Future 41 Basispunkte hinzugewann, gerieten die Kurse italienischer Staatsanleihen stark unter Druck.

Bei den Aktien sahen Händler vor allem Bankaktien durch die politischen Querelen in Italien belastet. Entsprechend gehören Julius Bär (BAER 45.02 2.43%), CS und UBS (UBSG 11.625 2.33%) hierzulande zu den Verlieren.

Anschlusskäufe bei Zurich und Vifor

Nach den gestrigen Avancen aufgrund guter Halbjahreszahlen griffen die Anleger erneut bei Zurich Insurance (ZURN 380.5 -0.39%) und Vifor Pharma (VIFN 158.15 -0.78%) zu. Der Versicherer hatte auch mit seinem Ausblick für gute Stimmung gesorgt. Vifor hatten den Handel schon am Donnerstag mit einem Plus von annähernd 9% beendet.

Novartis (NOVN 86.66 -1.52%) notieren nach dem Auf und Ab der letzten Tage im Minus. Am Dienstagabend hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA eine Datenmanipulation bei der Entwicklung der Gentherapie des Konzerns bekanntgemacht. Am Mittwoch gaben die Titel rund 3% ab, am Donnerstag folgte eine Erholung im selben Ausmass.

Auftragsfantasien bei Meyer Burger 

Die Aktien des Solarzulieferers Meyer Burger (MBTN 0.3962 -0.8%) erfreuten sich einer regen Nachfrage. Händler verwiesen auf Aussagen des UBS-Analysten Alessandro Taiana. Dieser hatte mit dem Firmenchef von Oxford PV gesprochen. Danach rechnete Taiana über die kommenden Monate mit weiteren Bestellungen seitens des Partnerunternehmens von Meyer Burger und weckte damit Auftragsfantasien.

Im März erwarb Meyer Burger eine 18,4-Prozent-Beteiligung mit der Option, die Beteiligung bis Ende 2020 auf 31,6 Prozent aufzustocken.

Drei Halbjahresabschlüsse

Im Fokus standen am Freitag auch Conzzeta (CON 874 1.75%), BEKB (BEKN 218 -0.91%) und Orell Füssli (OFN 92 0.55%) mit ihren Halbjahreszahlen. Conzzeta gehörten zu den Gewinnern im breiten Markt. Der Mischkonzern kündigte an, den Erlös nach einem Spartenverkauf in Form einer Sonderdividende weitgehend an die Aktionäre auszuschütten.

Auch Orell Füssli konnten leicht zulegen, nachdem das in den letzten Jahren gebeutelte Unternehmen trotz sinkendem Umsatz unter dem Strich einen Gewinn für das erste Halbjahr ausgewiesen hat. BEKB bewegten sich hingegen von Beginn weg im roten Bereich. Die Berner Kantonalbank hat zwar ansprechende Zahlen vorgelegt, das Marktumfeld ist aber schwierig.

Zu den Verlierern gehörten auch Schlatter (STRN 38.2 0.53%), Leonteq (LEON 34.52 1.53%), Basilea (BSLN 46.08 -1.33%) und OC Oerlikon (OERL 10.5 3.04%).

Gold (Gold 1488.73 -0.7%) hielt am Freitag die Marke von 1500$ pro Unze. Der Euro wurde um 1.09 Fr. gehandelt, der Dollar stand nur noch leicht über 0.97 Fr. Öl der Sorten Brent (Brent 60.3 0.18%) und WTI (WTI 54.95 0.05%) verzeichnete Gewinne.

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