Märkte / Anleihen

Vorsicht vor gefallenen Engeln

In den USA ist der Markt für Unternehmensanleihen, die knapp über Ramsch notieren, massiv gewachsen. Das weckt Zweifel.

Am amerikanischen Markt für Unternehmensanleihen braut sich Unheil zusammen. Im Zentrum stehen für einmal nicht Hochzinsanleihen, sondern Bonds mit Anlagequalität (Investment Grade). Mit einem Kreditausfall müssen Investoren bei diesen Papieren nicht rechnen. Verluste drohen aber dann, wenn Investment-Grade-Bonds ihre Anlagequalität verlieren und auf Ramschniveau (High Yield Bonds, Junk Bonds) abstürzen. Diese Anleihen werden als gefallene Engel oder Fallen Angels bezeichnet.

Dieses Schicksal ereilte jüngst Teva Pharmaceuticals. Seit Jahresbeginn zählt der israelische Medikamentenhersteller, der auch Frankenanleihen ausstehend hat, zu den Junk-Bond-Schuldnern. Die Folgen sind einschneidend. So zahlen Emittenten mit schlechter Bonität höhere Schuldzinsen. Zudem drohen ihre Anleihen aus den Depots institutioneller Investoren zu fliegen: Viele dürfen nur in Anlagequalität investieren und sind gezwungen, High Yield Bonds zu verkaufen.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare