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VW treibt IPO von Traton voran

Volkswagen will mit dem Börsengang der Nutzfahrzeugtochter Traton bis zu 1,9 Mrd. € einnehmen. Als erster Handelstag wird der 28. Juni angestrebt.

(Reuters) Volkswagen (VOW 176 -0.48%) unternimmt einen neuen Anlauf für einen Börsengang seiner Nutzfahrzeugtochter Traton und will dabei bis zu 1,9 Mrd. € einnehmen. Ingesamt würden bis zu 57,5 Mio. Aktien in einer Preisspanne von 27 bis 33 € pro Stück angeboten, teilte Volkswagen am Donnerstagabend mit. Damit werde die Dachgesellschaft der Lkw- und Bushersteller MAN (MAN 49 0%) und Scania insgesamt mit bis zu 16,5 Mrd. € bewertet. Die Papiere sollten zwischen dem 17. und 27. Juni angeboten werden, als erster Handelstag an den Börsen in Frankfurt und Stockholm ist der 28. Juni geplant. «Der Börsengang hat das klare Ziel, Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen», erklärte Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter.

Eigentlich hatte Volkswagen die Sparte schon vor Ostern an die Börse bringen wollen. Das Vorhaben wurde aber mit Verweis auf ein schwaches Marktumfeld aufgeschoben. Ursprünglich war angedacht, bis zu 25% der Anteile zu platziert, beim Erlös hatte Traton auf bis zu sechs Mrd. € gehofft. Investmentbanker hatten das aber als zu ehrgeizig bezeichnet. Der Lkw- und Bus-Hersteller hat nach früheren Angaben keinen akuten Kapitalbedarf, will sich mit dem Börsengang aber die Möglichkeit schaffen, Übernahmen ohne den Wolfsburger Mutterkonzern zu finanzieren.

Nun erklärte Volkswagen, bei dem Börsengang würden zunächst 50 Mio. Aktien angeboten. Möglich sei zudem sei eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von weiteren 7,5 Mio. Papieren. Abhängig von der endgültigen Anzahl der platzierten Aktien und dem Ausgabepreis liege das Gesamtangebotsvolumen zwischen 1,553 und 1,898 Mrd. €. Die Preisspanne entspreche einer Traton-Gesamtbewertung von 13,5 bis 16,5 Mrd. €. Der Streubesitz liege dann zwischen 10 und 11,5%.

«Wir haben die Zielgerade fast erreicht und sind voller Zuversicht», erklärte Traton-Vorstandschef Andreas Renschler. «Wir sind überzeugt, dass Traton ein attraktives Investment ist, und das Feedback von Investoren und Analysten bestärkt uns darin.» Die Nutzfahrzeug-Sparte hatte 2018 einen operativen Gewinn von 1,7 Mrd. € und einen Umsatz von 25,9 Mrd. € ausgewiesen.

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