Märkte / Makro

Waffenstillstand im Handelskonflikt bereits wieder vorbei

China will US-Güter im Wert von 2,4 Mrd. $ mit zusätzlichen Zöllen belegen. Der Antrag erreichte die WTO in der Woche nach dem Gipfeltreffen in Washington.

Weniger als eine Woche, nachdem den USA und China die erste Annäherung im Handelsdisput seit mehreren Monaten gelungen war, hat China bei der Welthandelsorganisation (WTO) einen Antrag auf neue Strafzölle eingereicht.

Die Zölle auf US-Güter in der Höhe von 2,4 Mrd. $ sollen am Montag, 28. Oktober, in Genf besprochen werden. Sie beziehen sich auf einen Streitfall, der bis in die erste Amtszeit von Barack Obama zurückreicht.

Fall legt tiefere Gräben offen

Im Sommer entschieden die WTO-Richter, dass die USA sich nicht an ein früheres Urteil halten: Wenn die USA Zölle auf chinesische Solarpanels und Windgeneratoren nicht aufheben, habe China das Recht auf Vergeltungsmassnahmen. Die 2,4 Mrd. $ sind nun Chinas Antwort auf die «anhaltende Zuwiderhandlung» ihrer amerikanischen Gegenspieler. Bereits im August stellten sich die USA auf den Standpunkt, dass die Rechtsinterpretation der WTO falsch sei. Zudem sei China der wahre «Serientäter», wenn es um die Missachtung von Handelsregeln ginge.

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