Märkte / Derivate

Wallstreet kann jetzt auch auf kalifornischen Wasserpreis wetten

An der Terminbörse Chicago sind neu Wasser-Futures handelbar. Die Entwicklung signalisiert, dass Wasser immer mehr zum knappen Gut wird.

«Wasser ist etwas vom Nützlichsten, aber kaufen lässt sich damit kaum etwas,» schrieb Adam Smith, der Vordenker der freien Marktwirtschaft. Ein Diamant dagegen habe praktisch keinen Nutzwert, dennoch könne man ihn in grosse Mengen anderer Güter tauschen. Als Smith das Paradox im feuchten Klima Schottlands formulierte, ahnte er nicht, dass Wasser dereinst ein knappes Gut sein würde.

Doch genau das ist in immer mehr Ländern der Fall. Die Denkfabrik World Resources Institute schätzt, dass in den nächsten zwanzig Jahren mindestens 15 Länder mit extremem «Wasser-Stress» konfrontiert sein werden, da jährlich über 80% der Wasserreserven entnommen werden. Besonders betroffen ist der Nahe und Mittlere Osten, Indien, sowie Nord- und Südafrika. Gefährdete Gebiete gibt es auch in Südeuropa, Nordchina, Australien, Chile, Mexiko und den USA. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?