Auch wenn in hohen Lagen noch viel Schnee liegt, beginnt nun allmählich die Wandersaison. Die Schweiz ist dafür gut gerüstet: Nicht weniger als gut 65 000 km misst das Netz markierter Wander- und Bergwege. Das Strassennetz ist mit 71 400 km nur wenig länger, das Schienennetz erreicht «bloss» 5100 km. Im schweizerischen Durchschnitt entfallen auf einen Quadratkilometer Fläche 1,9 km Wanderwege – das ist Weltrekord. Am höchsten ist die Dichte im Kanton Appenzell-Ausserrhoden mit 3,4 km. Die längsten Wanderwegnetze haben die grossen Bergkantone: Spitzenreiter Graubünden kommt auf gut 11 000 km, gefolgt von Bern mit 9900 und Wallis mit 8400 km. Rund 45% des schweizerischen Wanderwegnetzes liegen in diesen drei Kantonen. Aber selbst der Stadtkanton Genf kommt noch auf 346 km. Wandern ist auch ein Wirtschaftsfaktor: Es ist eine der bevorzugten Freizeitbeschäftigungen der Schweizer Bevölkerung, sich in der Natur und beim Wandern zu erholen. Hinzu kommen viele ausländische Touristen, die vor allem im Sommer die Schweiz erwandern wollen. Zur Orientierung helfen ihnen Markierungen und Wegweiser. Während des Zweiten Weltkriegs übrigens wurden alle Wanderwegweiser entfernt, denn sie hätten dem Feind als Orientierungshilfe dienen können – tempi passati. Einer genussvollen Wandersaison steht nichts im Weg.