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Märkte / Aktien

Wann Momentum, wann Value?

Thorsten Hens
Im sechsten Teil der Serie Behavioural Finance wird erläutert, wie es zu Marktanomalien kommt. Momentum und Value können, je nach Situation, erfolgsversprechend sein.

Die Behavioural Finance zeigt, dass das Verhalten von Anlegern auf vielfache Weise vom Idealbild des rationalen Investors abweicht. Doch könnte es sein, dass sich das individuelle Fehlverhalten ausgleicht? Wenn manche Anleger zu optimistisch und andere zu pessimistisch sind, könnte im Mittel der Markt doch immer noch realistisch sein. Und ist es nicht so, dass die Anleger, die Fehler machen, letztlich Geld an rationale Arbitrageure, wie Hedge Funds, verlieren, sodass sie für das Marktgeschehen immer weniger relevant werden?

Die Behavioural Finance stellt trotz dieser an sich plausiblen Einwände eine Reihe von Marktineffizienzen (Marktanomalien) fest. Es scheint eher zu sein, dass die individuellen Anlagefehler in die gleiche Richtung gehen und auch ziemlich gleichzeitig auftreten. Und es ist nicht klar, ob irrationale Anleger gegen rationale Arbitrageure Geld verlieren. Es kann auch umgekehrt sein. Falls der Aktienmarkt nach fundamentaler Betrachtung zu preiswert ist, sodass rationale Investoren kaufen sollten, kann eine Panik der irrationalen Anleger trotzdem zu weiteren Kursverlusten führen. Keynes beschrieb es schon vor fast hundert Jahren: «Märkte können länger irrational bleiben, als man Geld hat.» Übertriebene Hoffnung, dass sich die rationalen Anleger am Markt schnell durchsetzen, kann sehr gefährlich sein.

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