Unternehmen / Gesundheit

Warnruf für Novartis aus Japan

Der Medikamentenhersteller riskiert im zweitgrössten Pharmamarkt der Welt einen grösseren Imageschaden. Konzernweit dürfte sich der Schaden wegen manipulierter Diovan-Studien aber in Grenzen halten.

Unter dem Titel «Das verdächtige Medikament» hat das japanische Staatsfernsehen NHK fast eine halbe Stunde lang über fragwürdige Praktiken im Zusammenhang mit der Erforschung und Vermarktung des Novartis-Blutdrucksenkers Diovan berichtet. Auch führende Presseorgane wie die meistverkaufte japanische Tageszeitung «Yomiuri Shimbun» haben das Thema aufgegriffen. Der Imageschaden, der Novartis im nach den USA noch immer zweitgrössten Pharmamarkt der Welt droht, ist nicht zu unterschätzen.

Welche schwerwiegenden Folgen kritische Medienberichte in Japan haben können, erfahren schon seit längerem zwei andere kotierte Vertreter des Schweizer Gesundheitssektors. Das Japan-Geschäft der beiden Zahnimplantathersteller Nobel Biocare und Straumann ist eingebrochen, nachdem japanische Medien im vergangenen Jahr verbreitet Qualitätsmängel im Einsetzen von Implantaten durch Zahnärzte angeprangert hatten.

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