Märkte / Emerging Markets

Warnsignal aus China

Chinas offizieller Industrie-PMI ist im Februar auf 50,3 gefallen. Das schürt Ängste, dass der Aufschwung womöglich doch nicht so global und synchron ist.

Derzeit reden alle vom synchronen Aufschwung. Doch dieses Bild der weltweit gleichzeitig anziehenden Konjunktur bekommt nun Risse. Das Problem ist China: Dort ist der offizielle PMI (Purchasing Managers’ Index, PMI) der Industrie im Februar von 51,3 auf 50,3 gefallen.

Damit liegt der vielbeachtete Konjunkturfrühindikator auf dem niedrigsten Niveau seit neunzehn Monaten und nur noch marginal über der Wachstumsgrenze von 50.

Der Rückgang könnte mit dem chinesischen Neujahr zusammenhängen. Die Daten werden zwar saisonal bereinigt, doch oft wird nicht der gesamte Effekt herausgeglättet.

Laut dem Research-Institut Capital Economics ist die Verlangsamung aber selbst dann ersichtlich, wenn die ersten beiden Monatswerte gemittelt werden.

Auch der PMI für den chinesischen Dienstleistungssektor hat im Februar nachgelassen, von 55,3 auf 54,4.

In der Nacht auf Donnerstag erscheint der China-PMI der Mediengruppe Caixin, der die zyklischen Trends bisher besser erfasst hat als der offizielle Index. Sollte er den Abwärtstrend des offiziellen PMI bestätigen, wäre das ein weiteres Zeichen dafür, dass sich Chinas Wirtschaft abkühlt.

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