Unternehmen / Immobilien

Warteck verdient etwas mehr

Die Immobiliengesellschaft hat sich im ersten Halbjahr gesteigert. Für den Rest des Jahres ist sie positiv gestimmt.

(AWP) Warteck Invest hat im ersten Halbjahr trotz der andauernden Coronakrise mehr verdient. Dabei schlugen vor allem höhere Neubewertungseffekte positiv zu Buche. Für die weitere Entwicklung sieht sich die Immobiliengesellschaft gut positioniert.

Der Semestergewinn stieg 3,1% auf 16,4 Mio. Fr. und der Betriebsgewinn (Ebit) 4,3% auf 22,7 Mio. Fr., wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Der Wert des Immobilienportfolios nahm dank Investitionen in Neubau- und Sanierungsprojekte und wegen der positiven Neubewertung 1,9% auf 854,5 Mio. Fr. zu. Die Neubewertung durch den unabhängigen Bewerter PWC habe eine Aufwertung von 9,7 Mio. Fr. (Vorjahr 8,9 Mio.) ergeben.

Der bereits im Vorjahr niedrige Leerstand konnte durch intensive Vermietungsbemühungen im ersten Halbjahr von 3,4 auf noch 2,2% reduziert werden können. Die Ist-Mieterträge stiegen dabei auf 18,0 Mio. Fr. (17,6 Mio). Bei einzelnen peripherer gelegenen Büroliegenschaften sowie bei Retailflächen hätten die Bewerter die Marktmiete reduziert, teilte Warteck weiter mit.

Covid-19 prägt Entwicklung

Die Covid-19-Pandemie habe wie im Vorjahr die Entwicklung geprägt, heisst es. Eine Reihe von Mietern kämpfe entsprechend mit finanziellen Schwierigkeiten, und man habe in diesem Zusammenhang Mietzinserlasse von total rund 0,26 Mio. Fr. gewährt. Das entsprach 1,4% der Sollmieten. Wie stark die Coronakrise das Ergebnis des zweiten Semesters belasten werde, könne derzeit noch nicht beurteilt werden.

Einige Entwicklungen wie Home Office und Onlinehandel seien bereits vor Corona im Gang gewesen und durch die Krise lediglich beschleunigt worden, schreibt Warteck. Dass Home Office aber weiter Bestand haben wird, dürfe vermutet werden. Dies werde auch Einfluss auf die Nachfrage nach Büroflächen haben, und zwar nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Flexibilität und Ausgestaltung der Räumlichkeiten.

Die anhaltende Unsicherheit wegen der Pandemie dürfte die Nachfrage nach kommerziellen Flächen zumindest kurz- und mittelfristig eher dämpfen. Es sei daher tendenziell mit höheren Leerständen und tieferen Mieten zu rechnen. Auch im Wohnbereich könnten sich die Vermietungsprobleme und Leerstände an weniger zentralen Lagen wegen der anhaltend hohen Bautätigkeit verschärfen. In den grösseren Städten des Landes sei die Nachfrage nach Wohnraum dagegen nach wie vor gross und übersteige vielerorts das Angebot.

Zuversichtlich dank Mix

Dank des geografisch und nach Nutzungsarten breit diversifizierten Portfolios sieht sich Warteck Invest gut aufgestellt. Die Mieteinnahmen stammten zu 49,0% aus Wohnnutzung, zu 22,6% aus Büronutzung und zu 13,0% aus Verkaufsflächen. Die restlichen 15,4% sind gewerbliche Nutzung und Parkplätze.

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