Unternehmen / Energie

Brauchen Stromkonzerne für Absicherung oder Spekulation mehr Geld?

Der Rettungsschirm für BKW und Co. sorgt für Kritik. Wieso es ihn braucht, ist umstritten.

Selten hat eine politische Vorlage so harsche Reaktionen von Unternehmen hervorgerufen wie diejenige des Bundesrats zum Rettungsschirm für die Strombranche. Suzanne Thoma, CEO der bernischen Energieversorgerin BKW, im Interview mit der «SonntagsZeitung»: «Mit so etwas haben wir nie gerechnet.»

Der Gesetzentwurf sieht für die drei grössten Stromproduzenten der Schweiz, Axpo, BKW und Alpiq, einen Zwang zum Vertragsabschluss für ein Darlehen vor, damit es im Notfall sofort gewährt werden kann. Für die Bereitstellung des Rettungsschirms sollen die Konzerne jährlich 15 Mio. Fr. an den Bund zahlen und Einblick in Geschäftsgeheimnisse geben. Auch wenn sie gar nie Finanzhilfe vom Staat benötigen.

Hohe Preise erfordern mehr Liquidität

Anlass für die bundesrätliche Hilfsaktion sind die Verwerfungen an den Energiemärkten. Die Preise für Strom und Gas haben sich seit Anfang 2021 aus einer Reihe von Gründen etwa vervierfacht. Das strapaziert die Liquiditätspolster der Stromkonzerne.

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