Märkte / Devisen

Warum Banknoten beliebt bleiben

Trotz der Angst vor einer Ansteckung über Bargeld werden in der Eurozone und in den USA mehr Banknoten gehortet. Das ist ein Zeichen der Unsicherheit.

Vor der englischen Ortschaft Eyam gibt es eine traurige Sehenswürdigkeit: ein Stein mit Vertiefungen. Als die Pest im 17. Jahrhundert wütete, wurden die Einkerbungen mit Essig gefüllt. Münzen wurden dort gereinigt, bevor Händler sie als Bezahlung herausnahmen. Auch in der jetzigen Pandemie besteht die Furcht vor einer Infektion durch Bargeld.

So soll sich das Coronavirus über Tage auf Banknoten halten – auch wenn Übertragungen über Geldscheine wohl eher wenig auftreten. Um trotzdem ein Risiko auszuschliessen, wird das kontaktlose ­Bezahlen mit Kreditkarten und Apps ­propagiert. Ironischerweise fordert manche Regierung die Bürger nun auf, die von ihr selbst ausgegebene Währung nicht mehr zu verwenden. Denn bei einer Zahlung mit Bankkonten wird streng genommen mit Forderungen gegenüber den Finanzinstituten bezahlt, nicht mit der Währung der Notenbank.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.